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Hans Rudolph Ferdinand von Bischoffwerder

1795 Am 31. M�rz erh�lt der General und enge Vertraute des K�nigs Friedrich Wilhelm II., Hans Rudolph Ferdinand von Bischoffwerder den Gutsbesitz Marquard "f�r 32.000 Taler in jetzigem Zustand und 100 Dukaten Schl�sselgeld". Am 6. April 1795 hat Bischoffswerder Marquard �bernommen. Zum Gutsbesitz geh�ren 255 ha Land; au�erdem gibt es zehn Bauern- und Koss�tenh�fe mit insgesamt 51 ha.

Zwischen Herrenhaus und Schl�nitzsee l�sst v. Bischoffswerder die �Blaue Grotte� errichten. In dem doppelwandigen und mit blauen Lasursteinen ausgekleideten Bau fanden spiritistische Sitzungen der Rosenkreuzer statt, an denen auch der K�nig teilgenommen haben soll.

Am 17. Juli 1795 anl�sslich der Taufe des am 9. Juli geborenen Bischoffwerder-Stammhalters Wilhelm Hans Rudolph Ferdinand kommt Friedrich Wilhelm II. als Pate nach Marquardt.

Wilhelm Hans Rudolph Ferdinand von Bischoffwerder

Der Park, der Ende des 18. Jahrhunderts angelegt worden war, wurde nach einem von Peter Joseph Lenn� 1823 eigenh�ndig gezeichneten Plan neu gestaltet. Die Existenz eines Barockparks l��t sich aus einem Inventarverzeichnis im Nachla� des Herrn von M�nchow belegen, in dem eine gro�e Anzahl von Heckenscheren vermerkt ist. Vielleicht dienten die Heckenscheren aber auch zum Schneiden der jungen Maulbeertriebe, die als Futtergrundlage f�r die Seidenraupenzucht ben�tigt wurden. Denn aus noch fr�herer Zeit ist bekannt, da� Johann Arnold von Wyckersloot einer k�niglichen Order von 1763 folgend, nord�stlich des Gutshauses eine Maulbeerplantage f�r die Seidenraupenzucht angelegt hatte.

Nach dem gro�en Dorfbrand von 1791 und dem Erwerb von Schlo� und Gut Marquardt im M�rz 1795 durch Hans Rudolph von Bischoffwerder, lie� dieser einen englischen Garten nach eigenen Pl�nen anlegen, welcher die Gr��e von 15 Morgen und 168 Quadratruten (ca. 3,8 ha) hatte. Ein von Hans Rudolph Ferdinand von Bischoffwerder angestrengter Separationsreze� versetzte ihn in die Lage, einige Bauern und Koss�ten aus dem Umfeld des Herrenhauses in die heutige Dorflage umzusiedeln. Als sein Sohn Wilhelm Hans Rudolph Ferdinand von Bischoffwerder 20 Jahre nach dem Tod seines Vaters, dem K�niglichen Gartendirektor Peter Joseph Lenn� den Auftrag f�r eine Neuanlage des Parkes erteilte, mu� dieser sich wohl teilweise an das bereits vorhandene Wegenetz gehalten haben, was ein Vergleich des Lenn�-Planes mit einer Parkskizze aus dem Jahre 1797 erkennen l�sst. Die Lenn�-Zeichnung, 50,9 x 68,7 cm, weist ein Netz feiner Linien auf welches die ma�st�bliche Umsetzung des Planes in die  Natur erleichtern sollte. Eingezeichnet sind auch die f�r Lenn� typischen Hauptsichtachsen.