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Theodor Fontane und die Blaue Grotte

Theodor Fontane, lie� sich 1869 vom damaligen Gutsbesitzer Paul Tholuck, der die Grotte wegen ihrer Bauf�lligkeit abrei�en lie�, deren Doppelwandigkeit best�tigen und skizzierte eigenh�ndig den Grundri�, welcher die Bauweise und Gr��e der Grotte erkennen l��t.

Durch die Umsiedlung der beim gro�en Dorfbrand 1791 zerst�rten Hofstellen hatte sich Bischoffwerder nicht nur den n�tigen Freiraum f�r einen englischen Garten geschaffen, er konnte auch ungest�rt eine Grotte bauen, eingelassen in einen H�gel zwischen Herrenhaus und Schl�nitzsee. Im Inneren war die doppelwandige Grotte mit blauen Lasursteinen ausgelegt, mit Glasschlacke, wie sie bei der Herstellung blauer Gl�ser in den Glash�tten anfiel.

In Marquardt sollte das f�r Spukerscheinungen empf�ngliche Gem�t des K�nigs nicht mehr nur mit Nebel- und Lichteffekten, wie zuvor im Charlottenburger Park oder im Neuen Garten von Potsdam, beeindruckt werden. Bischoffwerder hatte hier etwas Neues vorbereitet. Lie� er fr�her die Geister Marc Aurels, des gro�en Kurf�rsten und des Philosophen Leibniz nur nebul�s erscheinen, so konnte der K�nig in der Grotte direkte Zwiesprache mit ihnen halten. �ber den Ablauf einer spiritistischen Rosenkreuzer-Sitzung in der Blauen Grotte schrieb Fontane in seinen �Wanderungen durch die Mark Brandenburg": "In diese 'blaue Grotte', deren Licht- und Farbeffekt ein wunderbarer gewesen sein soll, trat man ein; der K�nig nahm Platz. Alsbald wurden Stimmen laut; leiser Gesang, wie von Harfent�nen begleitet. Dann stellte der K�nig Fragen und die Geister antworteten. Jedes Mal tief ergriffen kehrte der K�nig ins Schlo� und bald darauf nach Potsdam zur�ck".

Der urspr�ngliche Standort der Blauen Grotte ist heute nicht mehr genau feststellbar. Zwischen Schlo� und Schl�nitzsee wurden Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts umfangreiche �nderungen am Bodenprofil vorgenommen, um einen freien Ausblick �ber den See zu erhalten. Dabei wurde auch der Grottenhang abgetragen.