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1945 bis heute

Am 25. April 1945 besetzte die Rote Armee Marquardt und das Schloss. Am 28. April wird das Lazarett in Schloss Marquardt aufgel�st.

Nach Kriegsende wurden nicht nur die L�ndereien des Gutsbetriebes an landarme Bauern und Fl�chtlingsfamilien aufgeteilt; auch die Hauptfl�chen des Parkes dienten der Sicherung der Ern�hrung der zahlenm��ig angewachsenen Dorfbev�lkerung durch Anbau von Kartoffeln und Gem�se.

1947 werden Schlo� und Gutsbetrieb durch die sowjetische Milit�radministration (SMAD) beschlagnahmt und die Firma Aschinger enteignet. Nach dem mit Rundschreiben des Landrates Nr. 85/48 vom 9. Februar 1948 mitgeteilten Wortlaut einer Anordnung des Ministers des Inneren sind die Schlossgeb�ude in Parentz, Marquardt, Sommerswalde und Falkensee vom Abriss ausgenommen.

Im Jahre 1950 nutzte eine im Schlo� eingerichtete "Versuchsstation f�r Agrobiologie" den Park auch f�r die Anpflanzung von Topinambur. Durch die Futtergewinnung f�r die Kaninchenhaltung und das Beweiden mit Schafen konnte in den folgenden Jahrzehnten ein Wildwuchs von B�umen und Str�uchern weitgehend unterbunden werden. In den 50er Jahren wurden im s�dlichen Parkbereich Wild- und Zierobstgeh�lze gepflanzt.

Der Saal des Schlosses und der Park waren immer auch der kulturelle Mittelpunkt der Gemeinde Marquardt. Pflegema�nahmen wurden in Arbeitseins�tzen der �rtlichen Betriebe, Institutionen und Vereine sporadisch durchgef�hrt. Seit 1981 hat ein ehrenamtliches �Parkaktiv� mit der systematischen Rekonstruktion des Parkes begonnen. Mit organisierten Parkeins�tzen und Baumpatenschaften unterst�tzt der Kultur- und Heimatverein �Wublitztal e.V.� auch heute die Arbeit des seit 1993 angestellten Parkg�rtners. Die Parkpflege obliegt nach der Eingemeindung zu Potsdam dem Gr�nfl�chenamt der Landeshauptstadt.Auf der Grundlage eines durch ABM- Kr�fte erarbeiteten Pflegekonzeptes sowie eines langfristig angelegten Parkpflegewerkes, erfolgt die Rekonstruktion des Marquardter Lenn�parkes.